Keine*r bleibt allein!

Keine*r bleibt allein…

Für alle die am 1.Mai Beobachtungen gemacht oder Repression erfahren haben (oder sich einfach nur informieren möchten):
Am Freitag gibt es eine Rechtshilfe Veranstaltung um 20:00h im Club Voltaire (Kleine Hochstraße 5)

Hin da; solidarisch zusammen stehen auch bei etwaigen Repressiosnkosten die auf einzelne von uns zukommen!

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Nazidemo in Karlsruhe verhindern!

Für Samstag, den 25. Mai, planen Nazis unter dem Motto „Freiheit für alle Nationalisten – Freiheit für unsere Kameraden“ eine bundesweite Großdemonstration in Karlsruhe. Sie beziehen sich auf acht Nazis aus Deutschland und Österreich, die wegen Gewalttaten und Volksverhetzung einsitzen.
Der Aufmarsch ist von der NPD angemeldet und wird von Freien Kameradschaften unterstützt. Das Thema hat in der Naziszene momentan einen sehr großen Stellenwert, von Altnazis über die NPD bis hin zu Freien Kameradschaften und Autonomen Nationalisten fühlen sich alle angesprochen. Die Ortswahl Karlsruhe als Standort des Bundesverfassungsgerichts soll dem Aufmarsch bundesweite Bedeutung verleihen. Gerade vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses und der Aufdeckung neonazistischer Netzwerke in Gefängnissen stellt die Ankündigung eine große Provokation dar, die nicht unbeantwortet bleiben darf. Der Verhöhnung der fast 200 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.

Daher haltet Euch den Tag frei, bereitet Euch auf Blockaden vor und lasst uns gemeinsam den Tag zum Desaster für die Nazis machen.
Den Nazis keinen Meter!

http://keinenmeter.org/

Pressemitteilung

Anbei die Pressemitteilung des Stürmische Zeiten Bündnisses zum Lesen, Weiterverbreiten und als kurzer Überblick!

PM 1. Mai – SZ-Bündnis

 

Pressemitteilung
Stürmische Zeiten Bündnis 02.05.2013

Erfolgreiche Verhinderung des Naziaufmarsch am 1. Mai – Antifaschistischen Blockaden erfolgreich!

Circa 4000 Menschen haben sich am gestrigen 1. Mai erfolgreich dem NPD-Aufmarsch am Frankfurter Ostbahnhof entgegengestellt. Trotz eines martialischen Polizeiaufgebots mit 6000 Polizist_innen, mehreren Wasserwerfern, Räumpanzern und Hubschraubern konnten mehrere Blockaden die Anreise der rund 200 Nazis verhindern. Diese veranstalteten daraufhin einen ungenehmigten Aufmarsch in Hanau, dem sich Jugendliche und Gewerkschafter_innen spontan in den Weg stellten. Hierbei kam es zu Angriffen aus der Nazidemo heraus.

 

Bei den antifaschistischen Blockaden in Frankfurt kam es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen durch die Polizei. Besonders die Blockade auf den Gleisen wurde immer wieder mit Pfefferspray und Schlagstöcken angegriffen. Hierbei kam es zu über 100 Verletzten, vier Antifaschist_innen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Angriffe auf den Kessel führten zu teilweise panikartigen Situationen, da ein Zurückweichen von den Angriffen aufgrund des dichten Polizeikessels nicht möglich war. Eine genauere Dokumentation der Übergriffe folgt in den nächsten Tagen. Darüber hinaus wurden mindestens 30 Personen in die Gefangenensammelstelle gebracht; die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, da aufgrund der gezielten Abschottung der festgenommenen Personen nicht alle Ingewahrsamnamen gemeldet werden konnten.

 

„Die erfolgreichen Blockaden zeigen, dass trotz aller zu erwartenden Repression Naziaufmärsche nur durch zivilen Ungehorsam verhindert werden können. Der Fakt, dass sich mindestens 800 Menschen an der Gleisblockade beteiligten, zeigt, dass insbesondere in Zeiten des NSU kein Vertrauen mehr in die staatlichen Behörden herrscht,“ erklärt Margot Lindner vom Stürmische-Zeiten-Bündnis, welches eine inhaltliche autonome Vorbereitung und Mobilisierung organisiert hatte, in der insbesondere rassistische und antisemitische Denkmuster und Handlungen der so genannten bürgerlichen Mitte herausgearbeitet wurden. „Auch die zahlreiche Beteiligung an der Demonstration im Anschluss an die Blockaden zeigt, dass, trotz aller Repression und Angriffe seitens der Polizei im Vorhinein, die Menschen sich ihr Recht auf das Hineintragen ihrer Kritik in die sogenannte Mitte der Gesellschaft nicht nehmen lassen.“
„Dementsprechend bezeichnen für die Polizeitaktik ist es, dass Menschen im Anschluss an die Demonstration auf der Zeil willkürlich von der Polizei herausgegriffen, gekesselt und abgeführt wurden“ ergänzt Pawel Szabos. „Uns davon aber die Handlunsgoptionen nehmen lassen werden wir uns aber nicht; die Beteiligung so vieler Menschen zeigt wie wichtig und Notwendig ein radikal in die Gesellschaft hinein getragener Antifaschismus ist. Das haben auch die Nazis erkannt!“

 

EA-Billanz

Hallo,

anbei eine erste Billanz des EA. Für all jene die es noch nicht getan haben, denkt an das Schreiben eurer Gedächtnisprotokolle, hier erfahrt ihr nochmal was zu beachten ist. Auch für nicht unmittelbare Betroffene, macht es ggf Sinn Protokolle anzufertigen, wendet euch dafür einfach an den EA.

 

Am Vormittag haben mehrere tausend Antifaschist*innen im Frankfurter Ostend Blockaden errichtet, über Stunden hinweg aufrecht erhalten und die Nazis erfolgreich daran gehindert, in Frankfurt zu demonstrieren.

Erste Bilanz vom EA-Frankfurt – 1. Mai 2013 – 22.00 Uhr


Drei große Blockadepunkte auf der Hanauer Landstraße, am Danziger Platz und auf den Bahngleisen zwischen Schwedler Brücke und Ostbahnhof verhinderten, dass die Nazis ihren Kundgebungsort erreichen konnten. Dabei wurden die Antifaschist*innen aber mit einem massiven Polizeiaufgebot konfrontiert. In der Hanauer Landstraße zogen mehrere Wasserwerfer und Räumpanzer auf. Auf den Bahnschienen wurden hunderte Blockadeteilnehmer*innen stundenlang gekesselt, Personalienfeststellungen unterzogen und abfotografiert. Dabei kam es im Verlauf des Tages immer wieder zum Einsatz von Pfefferspray, so dass viele Demonstrant*innen mit Augenverletzungen behandelt werden mussten.

Gegen Ende der Blockaden gab die Polizei dem Demobündnis zu Verstehen, dass alle Personen aus dem Gleiskessel gelassen würden. Stattdessen wurde dort jedoch eine kleine Gruppe von Personen separiert, mit Kabelbindern gefesselt, zusammengeschlagen und festgenommen. Dies wurde so durchgeführt, dass die Teilnehmer der beginnenden Demo in die Innenstadt dies nicht mitbekommen konnten.

Nach der Abschlusskundgebung der Demo an der Konstabler Wache wurden erneut – aus unserer Sicht ohne ersichtliche Begründung – mehrere Personen festgenommen.


Die repressive Bilanz des Tages:

– Insgesamt wurden heute mindestens 30 Personen mit Vorwürfen wie „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“, „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ oder „versuchte Körperverletzung“ in die Gefangenensammelstelle gebracht. Nach unserem Kenntnisstand wurden die letzten Personen gegen 21.30 Uhr wieder entlassen.

– Hunderte von Personalienkontrollen

– Viele Verletzte mit teils erheblichen Verletzungen. Einige mußten im Krankenhaus behandelt werden. Allein von den Demo-Sanis wurden im Laufe des Tages 80 Antifaschist*innen behandelt, von denen vier ins Krankenhaus gebracht wurden. Neben einer großen Zahl von Augenverletzungen durch Pfefferspray konnten die Sanitäter vor allem von Prellungen, Verdacht auf Knochenbrüche und Schnittverletzungen durch Nato-Draht berichten. Besonders schwere Verletzungen (Gehirnerschütterung, Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung, etc..) erlitten darüber hinaus mehrere Personen, die von der Polizei auf den Bahngleisen festgenommen wurden.


Wir freuen uns über den Erfolg der antifaschistischen Blockaden. Wir verurteilen die massive Videoaufzeichnung der Demonstrant*innen über den gesamten Tag hinweg! Wir verurteilen den Polizeieinsatz aufs Schärfste!!

 

 

Danke!

…nun ist fast ein Tag rum, der wochenlange Stress ist passé und was bleibt ist ein tiefes Gefühl von Beeindruckung; was wir am gestrigen Tage erleben durften, ist mehr als wir auch nur im Ansatz erwartet hätten.

Besonders beeindruckt haben uns die Szenen an den Gleisen; nicht nur das 800 Antifaschist*innen konsequent in Sitzblockaden die Gleise blockiert (und jeden Zugverkehr damit unmöglich gemacht) haben, sondern auch das solidarische ausharren der anderen Punkte mit diesen. Denn auch wenn nicht alle betroffen sind, gemeint sind wir alle.
Ein fettes Danke an all jene, die sich gegenseitig supportet haben,die sich in den Kesseln umeinander gekümmert, einander festgehalten und der Polizei gezeigt haben, dass wir ihrer Repression unsere Solidarität entgegensetzen. Das gilt für die Blockaden, wie auch für alles was nun folgt; denkt an eure Gedächtnisprotokolle, meldet euch beim EA und kommt am kommenden Montag den 6. Mai um 20:00h zur Nachbereitungsveranstaltung ins ExZess, Leipziger Straße 91.

 

Die Nazis sagen, die „Zeiten und der Kampf für ein freies Deutschland werden härter. Es wird zunehmend eine Herausforderung (..)“, wir sagen, das ist erst der Anfang!

 

In diesem Sinne verabschieden wir uns wieder einmal mit ein paar Songzeilen, diesmal von Ton Steine Scherben:

 

„Allein machen sie dich ein,
schmeissen sie dich raus, lachen sie dich aus,
(…) Und du weißt, das wird passieren, wenn wir uns organisieren.“

 

http://www.youtube.com/watch?v=CO6c3EX5JzY

 

Treffpunkte und Infos

Anbei die Blockadesammelpunkte, eine Übersichtskarte und das Demo 1×1

 

Blockadesammelpunkte:

10.00 Uhr (pünktlich!): Eissporthalle Frankfurt (u7)

10.00 Uhr (pünklich!): Ostbahnhof/Danzinger Platz (U6)

 

Denkt an die Info-Veranstaltung heute abend um 19 Uhr im Exzess – mit Vokü und Pennplatzbörse!
Stay tuned!

Demo1x1

Übersichtskarte:

 

 

Telefonnummern und Zugtreffpunkte

Grundsätzliches:

Die Kundgebung der Nazis ist in der Ferdinand-Happ-Straße hinter dem Ostbahnhof. Sammelorte zu den Blockadepunkten werden im Laufe des morgigen Tages veröffentlicht.

 

Über Infotelefon/Demo-Sanis 01573-5335383 und Twitter könnt ihr euch den Tag über auf dem Laufenden halten. Der Ermittlungsausschuss 0160-95657426 ist den ganzen Tag über erreichbar.

Das Infotelefon steht euch bei Fragen rund um die Gegenaktionen zur Verfügung. Außerdem könnt ihr in Notfällen über diese Nummer Kontakt zum Demo-Sanitätsdienst bekommen, der die Blockaden der Nazi-Kundgebung begleiten wird. Der EA nimmt die Namen von festgesetzten Demonstrant*innen auf, kümmert sich um sie und vermittelt ggf. Rechtsanwält*innen.
Emotionale Ersthilfe bekommt ihr unter der Telefonnummer des Out of Action Teams: 01578-4346269.

 

Bitte bedenkt, dass es sich jeweils um öffentliche Nummern handelt, die abgehört werden könnten!

 

Für letzte Infos kommt am 30.04. ab 19h ins Exzess, Leipziger Straße 91.

 

Zugtreffpunkte:

Offenbach: 09:15 Uhr Offenbach Marktplatz, oberirdisch vor dem KFC. Änderungen können kurzfristig hier nachgelesen werden.

Marburg: 08:49, Gleis 4. Für nähere Infos checked LISA 2 & CO

Mainz: 07:30 Hbf, Gleis 4a,

Wiesbaden: 07:15 HBF, Gleis 3 -> Informiert euch ggf. bei den antifaschistischen Strukturen eures Vertrauens, NPD und JN Deutschland mobilisieren zu einer Demonstration nach Wiesbaden

Darmstadt: 08:15 HBF

 

Wichtig ist: fahrt zusammen, passt auf euch auf! Bereitet euch in Kleingruppen gegen die Nazikundgebung vor – bildet Bezugsgruppen. Hier gibt es Tipps für eine Demo Vorbereitung. Ansonsten gilt bei Festnahmen: Aussageverweigerung und ruhigen Kopf bewahren.

 

Dann das leidige Thema der Kameras und Handys.

Der EA-Frankfurt ruft alle Antifaschist*innen, die nach Frankfurt kommen, dazu auf, während der Aktionen am 1. Mai bewusst mit Handys und Kameras umzugehen und sich gegen technische Überwachungsmöglichkeiten zu schützen. In Vergangenheit hat die Polizei bei Protesten gegen Nazis und während linker Demonstrationen mittels Funkzellenabfrage versucht, an die Handy-Verbindungsdaten von Demonstrant*innen zu gelangen oder gezielt die Kameras von Aktivist*innen oder Pressefotograf*innen beschlagnahmt, wenn sie sich davon digitales „Beweismaterial“ versprochen hat. Also besorgt euch sichere Handys, seid euch der Abhörmöglichkeiten der Polizei bewusst und lasst die Kameras zu Hause!

Für mehr Infos: die Rote Hilfe Broschüre: No Camera? Still no problem!

 

Treffpunkte in Frankfurt, Stadtplan etc

Alles hierzu wird morgen gegen 14 Uhr hochgeladen…

 

Außerdem würden wir an dieser Stelle gerne -auch wenn es selbst verständlich sein sollte- darauf hinweisen, dass Alkohol und Drogen nichts auf einer Demo/Blockade zu suchen haben und man nüchtern kommen sollte!

 

Bis dahin: Vorwärts, und nicht vergessen, worin unsere Stärke besteht…

1. Mai Kundgebung der NPD erlaubt

Der Eilantrag gegendas Verbot der NPD Demonstration am 1. Mai in der Frankfurter Innenstadt war erfolglos.
Die Nazis dürfen marschieren, bleibt informiert, zeitnah werden hier und auf den anderen Bündnissseiten rund um den 1.Mai Blockadepunkte und andere wichtige Informationen mitgeteilt.

 

„Das Gericht konnte keinen Ermessensfehler in dem Verbot der Veranstaltung in der Innenstadt sehen. Das Ordnungsamt habe zu Recht zu berücksichtigen gehabt, dass die Polizei aufgrund der Aufrufe im Internet und der Erfahrung in der Vergangenheit mit dem Erscheinen gewaltbereiter Gegendemonstranten in großer Zahl rechnet, die vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Es habe weiterhin zu berücksichtigen gehabt, dass am 1. Mai in der Innenstadt das traditionelle Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ und weitere Radrennveranstaltungen stattfinden sowie eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die schon im Mai 2011 angemeldet worden sei. Es sei nachvollziehbar, dass aufgrund der räumlichen Enge der Innenstadt und aufgrund der Vielzahl der Besucher, sowie der An- und Abreise über den Hauptbahnhof die erforderliche Trennung der Kundgebungsteilnehmer von den teilweise gewaltbereiten Gegendemonstranten weder bei der An- noch bei der Abreise und während der Dauer der Kundgebung mit polizeilichen Mitteln herstellbar sei, ohne Rechtsgüter unbeteiligter Dritter zu beeinträchtigen. Es drohe auch die Gefahr von Sachbeschädigungen. Der mit der Auflage verfügte Standort der Kundgebung in der Ferdinand-Happ-Straße genüge den Anforderungen des Versammlungsrechts. Insbesondere sei der örtliche Bezug zu dem Thema der Kundgebung im Hinblick auf die Nähe zum Neubau der EZB gegeben. Die An- und Abreise sei über den S-Bahnhof Ostbahnhof gewährleistet. Die Durchführung der Veranstaltung auf einer der Straßen, die unmittelbar an den Neubau der EZB angrenzen, sei nicht möglich, weil für diese Straßen eine Demonstration der AntiNaziKoordination angemeldet sei.

Details gibt es auf der Homepage des Verwaltunsggerichtes

1. Mai Mobi-Zeitung des Stürmische Zeiten Bündnisses

Hello,

anbei nun die 1.Mai-Mobi Zeitung die ja auch schon auf der IVI-Demo und bei der gestrigen Vollversammlung der Studierenden verteilt wurde.

Für all jene die noch kein Exemplar bekommen haben, gibt es am 1. Mai auf den Blockadepunkten die Möglichkeit, im AStA/KoZ oder hier beim Bündnis eures Vertrauens.

 

Ihr könnt Sie hier herunterladen, oder einfach direkt online lesen

 

Wir haben die Datei nun nocheinmal hochgeladen und hoffen, dass sie nun für alle zugänglich ist. WIr werden sie sobald wie möglich auch bei issu hochladen, für all jene die sie online lesen wollen…

1. Mai Mobi Zeitung

Aufruf zur Sozialrevolutionären 1.Mai-Demo

Anbei der Aufruf des sozialrevolutionäres und antinationales Krisenbündnis Frankfurt zur 1. Mai Demo…

 

You only live once: Für die soziale Revolution.

Am 1. Mai versuchen Nazis wieder einmal diesen symbolträchtigen Tag für ihre Zwecke umzudeuten und zu vereinnahmen. Indem sie sich mit vermeintlich kapitalismuskritischen Parolen für den „anständigen deutschen Arbeiter“ und gegen „das Großkapital“ positionieren, versuchen sie, die Leute für ihre menschenverachtende Ideologie und Taten zu gewinnen. Gegen dieses Vorhaben haben bereits vor Monaten verschiedene Akteur_innen von Kirchen über DGB-Gewerkschaften bis hin zu linksradikalen Gruppen entschlossenen Widerstand angekündigt und zu Blockaden der NPD-Kundgebung aufgerufen – dieses Vorhaben halten wir für richtig. Wir werden es tatkräftig unterstützen. Dennoch ist der 1.Mai für uns vor allem der internationale Kampftag der Arbeiter_innenklasse. Deswegen wollen wir an diesem Tag nicht nur die Nazikundgebung verhindern, sondern vor allem mit euch zusammen auf einer an die Blockaden anschließenden sozialrevolutionären Demonstration für die Überwindung der kapitalistischen Gesellschafts- und Eigentumsordnung auf die Straße gehen.

 

Mehr als nur gegen Nazis.

Klar sein sollte jedoch, dass Widerstand und Kritik hierbei nicht erst bei den völkischen Freaks der NPD und ihren zahlreichen FreundInnen ansetzen sollte. Die grundsätzlichen Prinzipien der warenförmig organisierten Gesellschaft, ihrer Produktionsweise und spezifischen Eigentumsordnung, die uns das Leben täglich zur Hölle machen und erst einen Nährboden für rechte Ideologie schaffen, sind hierfür bereits Grund genug. Durch steigende Konkurrenz und Leistungsdruck, bei gleichzeitig sinkenden Löhnen und staatlichen Unterstützungsleistungen müssen viele Menschen verstärkt um ihre eigene Existenz fürchten. Während parallel dazu der staatliche und institutionalisierte Rassismus zunimmt, die Grenzen Europas für Einwanderer_innen dicht gemacht werden und die Massenmedien regelmäßig rassistische Hetze beispielsweise gegen Sinti_zza und Rom_nija verbreiten. Dadurch ist eine gesellschaftliche Stimmung entstanden, die den Nazis in die Hände spielt, die gewissermaßen die Spitze des rassistischen Eisbergs sind, der weit in die sogenannte bürgerliche Mitte der Gesellschaft hineinreicht.

 

Die Krise…

Auch in Deutschland, obwohl nicht mehr „Exportweltmeister“ so doch zumindest noch relativer Krisengewinner, zeichnet sich, pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum der von der rot-grünen Koalition im Jahr 2003 verabschiedeten „Agenda 2010“ deutlich ab, dass sich ein Großteil der Menschen hierzulande mit einer zunehmenden Verschlechterung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen sowie einer steigenden Spaltung zwischen Arm und Reich konfrontiert sieht. In Krisenzeiten, wo sich die Auswirkungen der kapitalistischen Profilogik besonders deutlich zeigen, nimmt dies einen besonders brutalen Charakter an: Soziale Sicherheiten, Arbeitsverhältnisse und materielle Grundlagen werden zunehmend unsicherer oder fallen ganz weg. Konkurrenz, Leistungsdruck und die Angst davor in Leiharbeitsverhältnisse oder ALG II gedrängt zu werden, führen immer häufiger dazu, dass sich viele Menschen „freiwillig“ diesem Druck beugen, Überstunden machen und versuchen, den an sie gestellten Erwartungen zu entsprechen, in der Hoffnung, dass der Ein-Jahres-Vertrag bei entsprechender Leistung doch noch mal verlängert wird. Die Zunahme an Burnout und weiteren psychischen Leiden sind hierbei nur eine der Folgen eben dieses Leistungsdrucks. Parallel hierzu ist im Niedriglohnsektor eine rasante Zunahme an prekären Beschäftigungsverhältnissen, Zeit- und Leiharbeit zu beobachten, wovon besonders häufig Migrant_innen und Frauen betroffen sind.

 

…und ihre Folgen

Doch die Verhältnisse in der Bundesrepublik sind nichts im Vergleich zu der Situation in den von der derzeitigen Krise am heftigsten betroffenen Staaten Südeuropas: In Griechenland, Spanien oder Portugal zeigen sich die Auswirkungen der Krise drastischer und direkter – Menschen verlieren in Massen ihre Existenzgrundlage; Essen, bezahlbarer Wohnraum und medizinische Versorgung sind häufig nicht oder nur noch rudimentär vorhanden. Nicht nur die Zahl der Suizide ist immens gestiegen. Durch das Erstarken faschistischer Bewegungen sind mittlerweile auch rassistische Übergriffe alltäglich geworden, bei denen der Tod der Angegriffenen billigend in Kauf genommen wird.

Vor allem in Spanien und Griechenland finden größere Streiks und Demonstrationen gegen die katastrophalen Auswirkungen der Krise auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Lohnabhängigen statt. Am besten unterstützen können wir die dortigen selbstorganisierten Kämpfe, indem wir hier parallel für unsere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen und gleichzeitig auf die Situation in den besagten Ländern aufmerksam machen. Dies erscheint aktuell notwendiger denn je.

Wir wollen von daher an diesem 1.Mai nicht nur den Nazis entschlossen Einhalt gebieten und den Alltagsrassismus der bürgerlichen Gesellschaft thematisieren, sondern genauso gegen den alltäglichen Wahnsinn der herrschenden kapitalistischen Produktionsweise und für eine Grenzen überschreitende Solidarität mit den von der herrschenden (und von Deutschland dominierten) Krisenpolitik Betroffenen auf die Straße gehen. Dies schließt selbstverständlich eine deutliche Absage an die Politik der großen Parteien und Gewerkschaften ebenfalls mit ein, die vor allem die Verteidigung von nationalen Standortinteressen vorantreiben wollen, bei Tarifkonflikten auf Burgfriedenpolitik statt auf Klassenkämpfe setzen, und sich letztlich wie gewohnt am 1. Mai mit Bratwurst und Bier in Selbstgefälligkeit wähnen werden. Dem stellen wir die Perspektive der kollektiven Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums und der Produktionsmittel in selbstorganisierten Basisprozessen und die Umwälzung aller Lebensverhältnisse, in denen Menschen kapitalistischer, vergeschlechtlichter oder rassistischer Herrschaft unterworfen sind, entgegen.

 

We only live once: Wir haben nur dieses eine Leben! Es ist uns zu wertvoll, um es mit Lohnarbeit, Selbstoptimierung oder dem Warten auf repressiven Ämtern zu verschwenden!

 

We only live once: Wir nehmen die gesellschaftliche Unterordnung der Frauen unter die Männer und die Tatsache, dass es immer noch Frauen sind, die zum größten Teil für die gesellschaftlich anstehende Sorgearbeit ob un- oder beschissen bezahlt verantwortlich sind, nicht länger hin!

 

We only live once: Wir nehmen es nicht länger hin, dass unsere Freund_innen im Trikont und zunehmend auch in den südlichen Ländern Europas an Mangelernährung und medizinischer Unterversorgung sterben! Ebenso nehmen wir die Abschiebungsmaschinerie und die Morde an den europäischen Außengrenzen nicht mehr länger hin!

 

Heute kämpfen wir für ein selbstbestimmtes Leben und die Aneignung dessen, was uns sowieso schon lange zusteht – Für die soziale Revolution!

_______________

 

Bei erfolgreichen Blockaden der Nazis wird die Demo im Anschluss bei der Abschlusskundgebung starten und es wird eine Zwischenkundgebung am Zoo stattfinden. Falls die Nazis nicht kommen sollten, startet die Demo um 14:00 am Alfred-Brehm-Platz (Zoo). Achtet auf Ankündigungen!

hier oder auf www.krise.blogsport.de (sozialrevolutionäres und antinationales Krisenbündnis FFM)

IVI-BLEIBT Demo

Demo gelaufen! Über 2000 Leute, aggressive Bullen und unnötige Knüppelattacken… Momentan wird um den Campus Bockenheim zugezogen und Gerüchten zufolge sperrt der Unipräsident ab morgen Mittag um 12:00h die Uni- obwohl die Vollversammlung der Studierenden für diese Uhrzeit angemeldet ist. Wir sagen: Wir lassen uns weder unser Recht zu demonstrieren, noch unser Recht VV’s abzuhalten nehmen…

Passt auf euch auf, meldet alles dem EA (069 -798 28 095) und denkt an die Gedächtnisprotokolle…

für mehr Infos checked unsere facebookseite oder #ivibleibt

 


Freund*in werden:

TERMINE

Sa. 16. 03. — 19.30 Uhr (Verschoben!)

Erlebniswelt Rechts: Nazirock in Deutschland und die Einflüsse auf Fußballfankurven. Anschließend Barabend (Vokü. ca. 20.30 Uhr).

Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14, 60489 FFM.

—Cine Rebelde ‑ Resistenza Francoforte

Di, 19. 03. — 20:00 Uhr

Buchvorstellung: ›Mit Pfeil, Kreuz und Krone: Nationalismus und autoritäre Krisenbewältigung in Ungarn‹ von und mit Holger Marcks. Anschließend Barabend.

Klapperfeld, Klapperfeldstraße 5, 60313 FFM.

—campusantifa

Mi, 27. 03. — 19:00 Uhr

Autonome Nationalisten und Gender. Referent_in: Eike Sanders, Ulli Jentsch

Frida, Friedbergerlandstraße 116, 60318 FFM.

—antirassistischer und antisexistischer Lesekreis.

Sa, 30. 03. — 21:00 Uhr

Das Soli Konzert zum 1. Mai.

Café Exzess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—Siempre Antifa & Antifa [f], more t.b.a.!

Mi, 03. 04. — 19.30 Uhr

Frauen in der extremen Rechten: Die sanfte Seite? Mädchen und Frauen in der extremen Rechten. Referentin: Juliane Lang.

Cafe Kurzschluss, Kleiststraße 5, 60318 FFM.

—antirassistischer und antisexistischer Lesekreis.

Do, 04. 04. — 19:00 Uhr

Alles Lüge?! Antikapitalismus von rechts.

DGB Jugendclub U68, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 FFM.

—Jugendantifa Frankfurt

Do, 04. 04. — 19:30 Uhr

Die spanische CNT in den Generalstreiks.

Café ExZess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—FAU Frankfurt

Mo, 08. 04. — 19:30 Uhr

Neonazi Strukturen Rhein/Main.

Café ExZess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—autonome antifa [f]

Mo, 08. 04. — 19:30 Uhr

Strategien antifaschistischer Interventionen

Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, 60313 Frankfurt

—turn*left

Di, 09. 04. — 19:00 Uhr

Braune Kontinuität: Der Verfassungsschutz und die Nazis. Referent: Peer Heinelt.

Jugendhaus Heideplatz, Schleiermacherstraße 7, 60316 FFM (nähe U-Bahn Höhestraße).

—campusantifa

Mi, 10. 04. — 19:00 Uhr

Einführung—Was meint eigentlich Rassismus?

DGB Jugendclub U68, Wilhelm–Leuschner–Str. 69-77, 60329 FFM.

—Jugendantifa Frankfurt.

Do, 11.04. — 19:00Uhr

Refugees struggles meets Antifa

Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, 60313 Frankfurt

—turn*left

Fr, 12. 04. — 18:30 Uhr

Antifaschismus: Radikal?! - Warum Antifaschismus uns alle angeht.

›Kapelle‹ der HFG Offenbach, Isenburger Schloss, Schlossstraße 66, 63065 Offenbach.

—antifaschistisches Bündnis Offenbach

Sa, 13. 04. — 13:00 Uhr

Bundesweite Demonstration zum Beginn des NSU-Prozess in München. Mobi aus FFM. Infos zu den Bussen nach München gibt es unter: stuermischezeiten.blogsport.eu

—campusantifa, autonome antifa [f], nsuprozess.blogsport.de

Mo, 15.04. — 19:00 Uhr

"Haben wir alles richtig gemacht?" - Antifaschistischer Widerstand im Rhein/Main Gebiet und im KZ Buchenwald.

Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5, 60313 Frankfurt

—Siempre Antifa

Di, 16. 04. — Uhrzeit 19:30 Uhr

Feminisitische Perspektiven antifaschistischer Politik.

Klapperfeld, Klapperfeldstr. 5, 60313 FFM.

—Autonome Antifa Frauen

Di, 16. 04. — 19:00 Uhr

Was ist Antikapitalismus von rechts? Referent: Richard Gebhardt.

Feinstaub, Friedberger Landstraße 131, 60318 FFM.

—campusantifa

Mi, 17. 04. — 19:00 Uhr

Queerfeministische Kapitalismuskritik. Referent Heinz-Jürgen Voß.

Lesbisch-Schwules Kulturhaus, Klingerstraße 6, 60313 FFM.

—Autonomes Schwulenreferat

Do, 18. 04. — 19:30 Uhr (fällt aus)

Fünfer-Galgen und Achtstunden Tag. Zur Geschichte des 1. Mais und ihrer Aktualität. Lesung und Diskussion mit Wein und ohne Würstchen.

FAU-Büro, Mühlgasse 13, 60486 FFM.

—FAU Frankfurt.

Fr, 19. 04. — 18:30 Uhr

Antifaschismus: Radikal?! Regionale Nazistrukturen. Vortrag mit Apabiz.

linke Ecke, Domstraße 61, 63065 Offenbach.

—antifaschistisches Bündnis Offenbach

Mo, 22. 04. — 17:00 Uhr

Workshop: Antifa und Männlichkeit.

K2 des Studierendenhauses auf dem Unicampus Bockenheim

—Antirassistischer und antisexistischer Lesekreis

Mo, 22. 04. — 19:30 Uhr

Neonazis 2.0? - Rechte, rassistische und antisemitische Inhalte im Internet

Café Exzess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—Autonome Antifa Frauen

Mo, 22. 04. — 18:00 Uhr - FÄLLT AUS!

Dublin II - Europäische Abschiebungspolitik

RUW-Gebäude, I.G.-Farbencampus, Raum 1.101

—arbeitskreis kritischer jurist_innen

Di, 23. 04. — 19:00 Uhr

Nazistrukturen im Rhein/Main Gebiet.

DGB Jugendclub U68, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 FFM.

—Jugendantifa Frankfurt

Mi, 24.04. — 19:00 Uhr

LGBT-Bewegung in Osteuropa — Geschichte und aktuelle Lage. Referentin: Jeanna Krömer.

Lesbisch-Schwules Kulturhaus, Klingerstraße 6, 60313 FFM.

—Autonomes Schwulenreferat

Do, 25. 04. — 19:00 Uhr

Was tun wenns brennt?

Café Koz, Campus Bockenheim.

—Rote Hilfe FFM

Fr, 26. 04. — 19:30 Uhr

Podiumsdiskussion: Staat und Nazis Hand in Hand? Untersuchung einer offenen Beziehung. Auf dem Podium Katharina König, Apl. Prof. Benjamin Ortmeyer, Detlef Zumwinkel, Vertreter_in des apabiz.

Ort t.b.a.

—AStA der Goethe-Uni & —autonome antifa [f]

Di, 30.04. — 20:00Uhr

Info-Veranstaltung Stürmische Zeiten Aktuelle Infos zu der Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch der NPD in Frankfurt am Main am 1.Mai. Ab 19:00 Kneipenabend mit Vokü und Pennplatzbörse

Café Exzess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—Stürmische Zeiten

Di, 30.04. — 19:00Uhr

Antifaschismus – zur Geschichte und Gehalt eines problematischen Kampfbegriffs mit Jan Gerber, Manuel Kellner, Henning Mächerle und Wolf Wetzel

Campus IG-Farben, Casino Festsaal (Cas. 823), Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt

—Platypus Deutschland

Mi, 01. 05. — Uhrzeit t.b.a.

Sozialrevolutionäre-Demo und Blockaden am 1. Mai.

Infos zu Ort und Uhrzeit auf stuermischezeiten.blogsport.eu

Mo, 06.05 — 20:00Uhr

Rückblick und Nachbereitung des 1. Mais in Frankfurt

Café Exzess, Leipziger Straße 91, 60487 FFM.

—Stürmische Zeiten

Fr, 17.05 — 20:30Uhr, VoKü ab 19:30

Erlebniswelt Rechts - Nazirock in Deutschland und die Einflüsse auf Fußballfankurven. Im Anschluss gibts Skinhead Reggae-Musik

Raumstation Rödelheim, Auf der Insel 14, 60489 Rödelheim

—cine rebelde